Das Wappen von Hamburg

Wappen - Hamburg - HafenrundfahrtWie schön, neben den interessanten Fernsehsendungen wie „Wer wird Millionär“ oder „Die Leuchte des Nordens“ hören wir auf einem bekannten Norddeutschen Rundfunksender neuerdings auch häufig ein spannendes Zuschauer-Ratequizz mit Fragen rund um Hamburg.

Eine Frage lautete: „Was ist auf dem Wappen von Hamburg abgebildet?“

Die Antwort kam spontan: „Die Hammaburg“

Zu meinem Erstaunen wurde die Antwort als richtig befunden.

Deshalb: Nur ein ganz kleiner Kurz-Workshop…

Das „Hamburger Wappen“ zeigt NICHT die historische „Hammaburg“ aus dem 9. Jahrhundert. Im Übrigen war die damalige „Hammaburg“ nur eine hölzerne Palisadenbefestigung.

Das „Hamburger Wappen“ geht auf ein mittelalterliches Siegel aus dem 13. Jahrhundert zurück. Das älteste erhaltene Stadtsiegel stammt aus dem Jahre 1241. Auch dieses zeigt schon die drei charakteristischen Türme. Der mittlere Turm trägt ein Kreuz und symbolisiert den alten „Mariendom“. Die Mauern und die Türme sollen aussagen, dass Hamburg schon damals als wehrhafte Stadt galt. Über den äußeren Türmen finden Sie die „Mariensterne“.

Hamburg galt immer als „Freie Stadt“. Das geschlossene Tor symbolisiert, dass Hamburg keinem Herrscher untertan war.

Interessant ist es, wenn Sie es mit dem „Altonaer Wappen“ aus dem Jahre 1664 vergleichen. Die dreitürmige Burg zeigt ein geöffnetes Tor. Der Hamburger Stadtteil/Stadtbezirk gehörte damals zu „Dänemark“.
Die Stadt Altona galt in der damaligen Zeit als sehr liberal und das offene Tor spiegelte die Toleranz gegenüber Einwanderern und Glaubensflüchtlingen wider.

Noch immer sind die Hamburger Landesfarben Rot und Weiß. Die heutige Landesflagge geht auf einen Ratsbeschluss von 1751 zurück.

So, wenn Sie jetzt an einem Ratequizz teilnehmen, können Sie die Quizmaster mit Ihrem unglaublichen Fachwissen nerven. Und, sofern Sie es sogar bis zu „Günther Jauch“ schaffen sollten, dann richten Sie ihm doch liebe Grüße von „Die Hafenrundfahrt Hamburg“ aus.

Und falls nicht, dann können Sie ja noch immer als „Telefon-Joker“ glänzen…