Die Hammaburg

HammaburgDie „Hammaburg“ – Hamburgs Ursprung – Der erste christliche Vorposten nördlich der Elbe.

Wo genau die „Hammaburg“ gestanden hat, konnte bis heute niemand genau nachweisen. Sicher ist aber, dass sie Anfang des 9. Jahrhunderts (wahrscheinlich 817 n. Chr.) errichtet und schon einige Jahre später im Jahr 845 n. Chr. von dänischen Wikingern zerstört wurde.

Übrig von dieser Burg allerding nichts mehr. Das einzige, was uns von ihr bis heute erhalten geblieben ist, das ist der Name „Hamburg“.

Der Name leitet sich von dem altsächsischen Wort „Ham“ ab, das ein erhöhtes Gelände in einem Sumpfgebiet bezeichnet.
„Burg“ war die damalige Bedeutung für „Burg“ – ach so…
…also „Hamburg“.

Vermutlich wurde sie zwei Kilometer nördlich der Elbe, nah der Alster auf einem kleinen Hügelzug, einem sogenannten „Geestrücken“, errichtet. Hier verlief ein uralter Weg, den die Menschen in dieser Region schon immer als Handelsweg nutzten. An dieser Stelle befand sich auch ein sehr flacher Fußweg durch die Alster.

Wenn Sie beim Hamburger Rathaus auf den Eingang der „St. Petri-Kirche“ schauen, dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass Sie direkt auf dem Platz der alten „Hammaburg“ stehen.

Unter der „Hammaburg“ darf man sich auch keine große steinerne Ritterburg vorstellen, wie zu der Zeit schon viele im südlichen Teil Deutschlands erbaut wurden. Vielmehr war es ein viereckiger Erdwall, der mit Holzplanken gestützt wurde. Die Erdwälle waren etwa fünf Meter hoch und 15 Meter tief. Die gesamte „Hammaburg“ hatte ein Ausmaß von ungefähr 130 x 130 Metern.

Innerhalb des „Bistums Hammaburg“ befand sich eine schlichte hölzerne Marienkirche, bewohnt wurde die „Hammaburg“ von Grafen und ansässigen Benediktinern. Vor den Erdwällen gab es Unterkünfte für Bauern, Handwerker und Kaufleute. 831 bezog der Bischof „Ansgar“ diese Burg, die vor allem als Schutz gegen die Völker des Nordens errichtet wurde.

845 wurde die gesamte Anlage einschließlich der Kirchen und Nebengebäuden von dänischen Wikingern zerstört. Wahrscheinlich waren sie mit ihren Schiffen über die Elbe hinaufgefahren. Der Bischof „Ansgar“ floh nach Bremen, wo er sich seinen neuen Wohnsitz aufbaute.

Zwar wurde die „Hammaburg“ einige Male wieder erneut aufgebaut, allerdings wurde sie bei verschiedenen Slawenkriegen auch mehrmals wieder zerstört. Etwas mehr Ruhe kehrte erst ein, als im 10. Jahrhundert ein stärkerer Befestigungswall, der „Heidenwall“ errichtet wurde und mit ihm die Siedlung neu aufgebaut wurde.

Um nun die legendäre „Hammaburg“ zu finden, wurden diverse Ausgrabungen unternommen. Die ersten Ausgrabungen fanden kurz nach dem 2. Weltkrieg statt. 1948 glaubte man, sie endlich gefunden zu haben. Allerdings wurde das Ausgrabungsteam bald darauf eines Besseren belehrt. Die entdeckte Wehranlage und die gefundenen Gegenstände stammten aus der mittelslawischen Zeit, also gut 50 Jahre nach dem Untergang der „Hammaburg“.

In den 80-zigern fand man unterhalb der ersten Wallanlage eine zweite. Diese stammt aber aus dem 8. Jahrhundert und ist damit zu alt.

Bis dato wurden immer nur Spuren gefunden, die entweder vor oder nach der Zeit der „Hammaburg“ stammten.

Die Geschichtsdaten und der Aufbau der „Hammaburg“ sind somit recht sporadisch dokumentiert und lassen sehr viel Spielraum für diverseste Spekulationen übrig.

Wenn Sie Lust haben, bringen Sie doch gerne bei Ihrem nächsten Besuch in Hamburg einen Spaten mit. Vielleicht haben Sie ja mehr Glück?

Oder vielleicht noch besser – lassen Sie Ihren Spaten daheim und machen Sie in jedem Fall mit uns eine nette Hafenrundfahrt durch den Hamburger Hafen.