Hamburgs Hauptkirchen

Hamburgs HauptkirchenAuf unserer Hafenrundfahrt Hamburg werden Sie erkennen:
Nichts prägt die Silhouette Hamburgs so stark, wie ihre Kirchtürme. Seit Jahrhunderten sind sie Konstanten, an denen sich Einheimische und Auswärtige orientieren.

Erwähnen möchte ich in jedem Fall unsere 5 Hauptkirchen, die vor allem unser Stadtbild prägen. Seit der Reformation sind alle Hauptkirchen Hamburgs evangelisch. Bis 1860 gehörte zu jeder Hauptkirche ein Kirchenspiel, das neben kirchlichen auch politische Aufgaben hatte. Die damaligen Kirchenspiele sind heutzutage vergleichbar mit einzelnen Stadtbezirken.

 

Die St. Michaelis-Kirche

Von den Hamburgern wird sie nur liebevoll „Michel“ genannt. Dass die St. Michaelis-Kirche immer noch als schönste Barockkirche Norddeutschlands gilt und gleichermaßen eines der bekanntesten Hamburger Wahrzeichen ist, haben wir der Spendenbereitschaft von Menschen aus aller Welt zu verdanken.

Bei einem verheerenden Brand am 3. Juli 1906, ausgelöst bei Reparaturarbeiten, stürzte sie brennend zusammen. 1906 – 1912 wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut. Dabei war das nicht der erste Brand. Schon der erste Bau von 1661 war 1750 den Flammen durch Blitzschlag zum Opfer geworden.

Heute wacht über dem Haupteingang der „Erzengel Michael“, an der Nordseite steht ein Denkmal des Reformators „Martin Luther“ und im Inneren finden Sie einen wunderschönen weiß-goldenen Barockstil vor.

Um auf den 132 Meter hohen Turm zu gelangen, steigen Sie entweder 450 hinauf oder Sie benutzen den Fahrstuhl. Von der 82 Meter hohen Aussichtplattform können Sie dann unsere Hafenrundfahrt-Barkassen entdecken.
By the way – wenn Sie die Turmuhr nicht lesen können, dann ab zum Augenarzt. Mit einem Durchmesser von acht Metern ist sie die größte Turmuhr Deutschlands.

Spannend ist auch das Gruftgewölbe. Das gesamte Kirchenschiff ist unterkellert.

 

Die St. Petri-Kirche

Die St. Petri-Kirche gilt als älteste Kirche Hamburgs. Die Ursprünge der Kirche als Holzkapelle werden für das 11. Jahrhundert angenommen. Die spätere gotische Steinkirche von 1320 wurde bei dem Großen Brand von 1842 völlig zerstört. Die heutige St. Petri-Kirche im neugotischen Stil wurde 1849 wieder fertig gestellt.

Der 132 Meter hohe Kirchturm kann über 544 Treppenstufen bis auf eine Höhe von 123 Metern bestiegen werden. Bei den letzten 100 Stufen sollte man etwas schwindelfrei sein. Im Inneren des Turmes führt eine Wendeltreppe nach oben. Ständig klettert man entlang vieler an Bullaugen, durch die man an der Mönckebergstraße beeindruckende Fotos schießen kann. Von dort oben hat man einen fantastischen Ausblick auf die Altstadt, auf die Neustadt und auf Karstadt.

 

Die St. Jacobi-Kirche

Trotz massiver Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, ist die St. Jacobi-Kirche eine der wenig erhaltenen mittelalterlichen Bauten in der Stadtmitte. Der dreischiffige Kirchenbau geht auf das Jahr 1350 zurück. Die St. Jacobi-Kirche ging aus einer Kapelle an einem Jakobsweg hervor. Tatsächlich beginnt von hier aus heute noch einer der Jakobswege.

Ein kleines Highlight dieser Kirche ist das Turmcafé in dem 132 Meter hohen Turm. Sechs Mal im Jahr kann man in dieses Turmcafé frühstücken.

 

Die St. Katharinen-Kirche

Der Kirchturm der St. Katharinen-Kirche gilt als schönste Turmspitze Hamburgs. Seine Spitze ist vergoldet, ebenso die Krone, die ihn schmückt. Um die Herkunft des Goldes rankt sich eine Legende. Man glaubt, dass es aus dem Seeräuberschatz von „Klaus Störtebeker stammt.

Ihr Turm aus dem 13. Jahrhundert ist nach dem „Leuchtturm von Neuwerk“ das zweitälteste aufrecht stehende Bauwerk in Hamburg. Direkt gegenüber der Speicherstadt liegend war sie die Kirche für die Seeleute.

 

Die St. Nikolai-Kirche

Die neugotische St. Nikolai-Kirche ist eine ganz besondere unserer Hauptkirchen. 1943 wurde auch sie im Zweiten Weltkrieg zerstört. Neben einigen Mauern des Kirchenschiffes ist nur noch der Turm erhalten geblieben. Mit 145 Metern ist es übrigens der dritthöchste Kirchturm Deutschlands.

Die Ruine der St. Nikolai-Kirche steht heute im Zentrum der Hamburger Stadt als Mahnmal gegen Krieg und Faschismus. Unter dem ehemaligen Kirchenschiff finden Sie eine sehr beindruckende (und auch etwas bedrückende) Ausstellung über die Zerstörung Hamburgs im Zweiten Weltkrieg.
Ein nettes Highlight dieser Kirche: Ein gläserner Lift bringt Sie zu einer 75 Meter hohen Aussichtsplattform.

 

Weitere Kirchen

Natürlich gibt es noch viele weiter schöne und historische Kirchen in unserer bezaubernden Hansestadt. Ansatzweise beschrieben habe ich nur unsere fünf Hauptkirchen.

Neben vielen weiteren evangelischen und katholischen Kirchen finden Sie in Hamburg aber auch freie Kirchen, ökumenische Kirchen, orthodoxe Kirchen, Synagogen, Moscheen, usw. …

Erwähnen möchte ich noch; unsere Hafenrundfahrt Hamburg beginnt und endet direkt gegenüber dem netten Portugiesenviertel. Neben vielen iberischen Restaurants aus Spanien, Portugal und Brasilien finden Sie in der Dietmar-Koel-Straße direkt nebeneinander unsere vier nordischen Seemannskirchen aus Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark.